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Silvana Bussmann/Reinhart Moritzen

Wo jedes Licht verstummt

INFERNO V DER DIVINA COMMEDIA DES DANTE ALIGHIERI

Neuübersetzung des 5. Gesangs von Silvana Bussmann mit Kommentaren, Einleitung von Reinhart Moritzen

Am Ort, »wo jedes Licht verstummt«, im zweiten Kreis der Hölle, findet Dantes Begegnung mit Francesca und Paolo statt: Unter den Scharen der Verdammten, durch Wirbelstürme gepeinigt, sieht er, wie zwei Schatten »gemeinsam schweben und scheinen im Wind so leicht zu sein« und möchte mit ihnen sprechen. Vergil, der ihn begleitet, Dichter und Weg- Weiser, ermutigt ihn dazu: »Wenn sie uns näher sind, frag sie nach der Liebe, die sie umwirbelt«. Als Francesca dann zu Dante spricht, schweigt der Wind für sie: es ist das Paradiesische, das die Liebe als Kraft in sich enthält, in die Hölle durch Francescas und Paolos Erscheinung hereingebrochen. Die Liebe ist auch die »Pietas«, die Dante erreicht, die ihn immer tiefer ergreift, Schmerz und Licht in der Finsternis zugleich. Dante ist so erschüttert, dass er am Ende der Erzählung von ihrer Liebe und Ermordung wie tot zu Boden fällt.

Auf diesen Canto und seine neue Übertragung wird in mehreren Briefen der Übersetzerin detailliert eingegangen. Dadurch wird ein besonderes Erleben an der Entstehung dieser Arbeit ermöglicht. Erkennbar werden jedoch auch vielfältige Verbindungslinien, die von Dante Alighieri (1265-1321) und seinem Werk, der Commedia, bis in die Literatur der Gegenwart, sowie in politische und soziale Bereiche führen. Fruchtbare Felder der Auseinandersetzung und Inspiration eröffnen sich.