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Sholem Asch

Zwischen den Wänden

Jiddische Geschichten zwischen Liebe und Zweifel – übertragen ins Deutsche von Angelika Glau

Neun Jahre nach der deutschen Erstveröffentlichung der jiddischen Short-Love-Stories, wie sie im Englischen genannt werden, liegt nun deren Neuauflage vor. Jede der Geschichten Sholem Aschs erzählt auf besondere Weise von Liebe – so eindringlich mitfühlend auf der einen, wie tragisch komisch auf der anderen Seite. Und immer steht der Mensch mit seinen Empfindsamkeiten, Nöten und seiner Sinnsuche im Mittelpunkt. Wenigen Autoren nur sind solch traurig-schöne und zugleich so wahrhaftige Einblicke in die jüdische Kultur gelungen.

Sholem Asch (1880-1957), in einem polnischen Schtetl geboren und aufgewachsen, erhielt eine traditionelle jüdisch-religiöse Ausbildung. Er erlernte mehrere Fremdsprachen und studierte die Klassiker der deutschen Literatur. Als er mit dem Entschluss, Schriftsteller zu werden, 1900 nach Warschau zog, wurde er Protegé des weltbekannten jiddischen Schriftstellers Isaak Leibusch Peretz, eines der drei Klassiker der jiddischen Literatur. 1909 reiste Sholem Asch zum ersten Mal in die USA, lebte von 1910 bis 1914 wieder in Polen und emigrierte bei Ausbruch des Ersten Weltkriegs nach New York. Dort zählte er bald zu den meistpublizierten jiddischen Schriftstellern seiner Zeit. Vorrangig schrieb er Kurzgeschichten und Erzählungen, aber auch Theaterstücke und Romane.

Sholem Asch starb 1957 in London.