Produktfoto Tod durch Granit

Albert Vinzens

Tod durch Granit

Autobiographische Skizze (1980-1998)

Albert Vinzens erklettert als knapp 21-jähriger mit einem Freund im Spätsommer 1980 den El Capitan, die berühmte tausend Meter hohe, senkrecht aufsteigende Granitwand im Yosemite Valley in Kalifornien. Der Freund stürzt ab und stirbt in den Armen des Erzählers. Aus dem umfassenden Bericht, den er für die Mutter des toten Freundes schrieb, hat er zwei Szenen ausgewählt und bearbeitet. In knappen Sätzen beschreibt der Autor den Rückflug aus Amerika, die Ankunft mit dem Sarg des toten Freundes in Vorarlberg und eröffnet so den Anlass der Reise, bevor er, gleichermaßen klar und sachlich Sturz und Sterben schildert.

Der Bericht mutet an wie ein Gedicht – im Flattersatz gedruckt – ist frei von jedem Pathos und weckt beim Leser tiefe Emotion. In genauso starker Prosa geschrieben ist das Nachwort, in dem einige große Bögen zu existentiellen Fragen des Menschenlebens geschlagen werden, etwa zur Frage, was Leben und Schreiben überhaupt miteinander zu tun haben.